Review: The Living End – WUNDERBAR

The Living End - WUNDERBARDie wunderbare Leichtigkeit des Songwriter-Daseins.

The Living End aus Australien wurden irgendwann mal Kumpels der Hosen und von denen – ähnlich wie TV Smith – auf den deutschen Markt als Vorband geschubst. Bei mir blieb damals eher wenig hängen, gute Songs zwar, aber auf einen Stil konnten sie sich nie einigen. Erst jetzt kommt mit WUNDERBAR ihr wohl bisher reifstes Werk. Jeder Song steht für viel Arbeit im Studio und viele Ideen, die allesamt von Tobias Kuhn in Berlin kanalisiert und aufgenommen wurden. Der ehemalige Miles-Gitarrist und jetzige Produzent hat ganze Arbeit geleistet. Die Tristesse des Berliner Winters und der spärlichen Unterbringung hat den Stadionrock aus der in Australien sehr populären Band getrieben und die Songs textlich engagierter und musikalisch differenzierter werden lassen. Wenn ich mir ein Album backen könnte, das Rock mit politisch korrekter Message und unheimlicher stilistischer Spannweite vereint, dann ist das die Neue von The Living End. Anspieltipps: alles. Son­dertipps: ›Amsterdam‹, nur E-Gitarre und Sänger Chris Cheney, eine kleine Hommage an Billy Bragg. ›Too Young To Die‹, ein Wink an Paul Wellers The Jam, und ›Love Won’t Wait‹, ein mitreißender, melancholischer The-Clash-Reggae.

9 von 10

The Living End
WUNDERBAR
BMG/WARNER

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here