Review: The Marcus King Band – CAROLINA CONFESSIONS

Marcus King Band Carolina Confessions

Gov’t Mule und Derek Trucks lassen grüßen.

Marcus King wurde mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Obwohl er erst 22 Jahre alt ist, scheibt er schon seit einem Jahrzehnt eigene Songs und tritt mit seiner eigenen Band auf. Seit Teenagerzeiten hat er mit berühmten Fans und Mentoren wie Warren Haynes (Gov’t Mule) und Derek Trucks Riffs ausgetauscht, wann immer sie sich über den Weg liefern. Haynes war von der künstlerischen Frühreife des damals 19-Jährigen so begeistert, dass er King bei seinem Label Evil Teen unter Vertrag nahm, 2015 das Debütalbum SOUL INSIGHT veröffentlichte und ein Jahr später den selbstbetitelten Nachfolger der Band produzierte. Jüngst hat ihn Chris Ro­­binson neben ein paar gestandenen Persönlichkeiten (Audley Freed, Andy Hess) in seine Side-Band As The Crow Flies gebeten, um endlich mal wieder den Songs der Black Crowes zu frönen. CAROLINA CONFESSIONS, das dritte Album des Sextetts, ist ein ausuferndes, schillerndes Werk, das King als einen der einnehmendsten und einzigartigsten Songwriter der Gegenwart und die Band als geschickte musikalische Einheit präsentiert. Produziert und gemischt von Grammy-Gewinner Dave Cobb (Chris Stapleton, Sturgill Simpson, Jason Isbell), hat beim flotten ›How Long‹ Dan Auerbach von den Black Keys mitgeschrieben, der Rest stammt ausschließlich aus der Feder von King. Soul, Bläser und weiblicher Gesang kennzeichnen den Opener ›Where I’m Headed‹, ›Goodbye Carolina‹, Country-inspiriert, ist einer der Höhepunkte direkt zu Beginn. ›Homesick‹ ist eingängig, ›Confessions‹ feinster Deep-South-Blues. Er mag jung sein, aber Kings eloquente Lieder, sein expressives Gitarrenspiel und ekstatisch gefühlvoller Gesang kennzeichnen dieses begabte, nachdenkliche junge Wunderkind als eine Kraft, mit der man rechnen muss.

8/10

The Marcus King Band
CAROLINA CONFESSIONS
FANTASY/UNIVERSAL

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