vanden plasZweiter Teil der musikalischen Umsetzung des Hohlbein-Romans als Progressive Metal von Weltformat.

Die Kooperation mit Wolfgang Hohlbein, einem der weltweit erfolgreichsten Fantasy-Autoren, startet in die nächste Runde. Der erste Teil der Geschichte von „Blutnacht“ aus „Die Chroniken der Unsterblichen“ begeisterte Anfang 2014 die Fangemeinde und weckte hohe Erwartungen an die Fortsetzung. Diese werden mit dem zweiten Teil mehr als erfüllt, denn die Kaiserslauterer Progger musizieren wieder auf Höchstniveau. Ihnen gelingt erneut die Adaption der Handlung mit vielen Spannungsbögen und begeisternden Kompositionen. Die Kombination aus knallenden Gitarren, verträumten Passagen und diversen Tempowechseln, ergänzt durch grandiose Gesangsmelodien, lässt keine Langeweile aufkommen und fesselt über die gesamte Spielzeit von 69 Minuten. Natürlich muss man sich Zeit für das komplette Album gönnen, denn nur so lässt sich die Vielfältigkeit der Stücke erleben. Es handelt sich um ein Konzeptalbum, das sich nicht nebenbei konsumieren lässt. Die Verbindung zweier Welten, die der fiktionalen Literatur sowie der progressiven Rockmusik, funktioniert hier erneut perfekt. Ausschlaggebend dafür dürfte auch der Verzicht auf spieltechnisch zu sehr ausufernde Frickeleien sein. Es ist ein kompaktes Konzeptwerk ohne Ausfälle und darf zu den herausragenden Alben des Genres gezählt werden.

8/10

Text: Jürgen Will