Review: Wedge – KILLING TONGUE

Wedge Killing Tongue

Kurzbärtiger Heavy Rock aus Berlin.

Ein Berliner Heavy-Rock-Trio in Retro-Klamotte. Sofort spukt der Name Ka­­davar durch die Hirnwindungen, da­­bei geht es hier um Wedge. Besagte Truppe unterscheidet sich optisch durch kürzere Bärte und fokussiert sich musikalisch stärker auf psychedelisch gefärbte 60s-Sounds. Die klanglichen Hauptkomponenten ihres Debütnach­folgers bestehen aus satten Orgeltönen und viel Fuzz und funktionieren sowohl in knackigen Partyhüpfern wie ›Nuthin‹, ›Alibi‹ oder dem nach einer fröhlichen Black-Crowes-Nummer klingenden ›High Head Wo­­man‹, als auch bei aufwändigen Kompositionen mit ordentlicher Länge. Das Schöne an den langen Tracks? Sie mäandern nicht ziellos umher, sondern bleiben durch Rhythmuswechsel und geschickten Aufbau stets spannend. ›Quarter To Dawn‹ beispielsweise startet wie ein sanfter Floyd-Traum, entwickelt sich dann aber unerwartet durch den Einsatz von Congas zur tanzbaren Santana-Samba. Auf KILLING TONGUE vereinen sich Elemente von Künstlern wie Jet und Wolfmother mit viel Orgelei und bilden ein gern gehörtes Gesamtergebnis mit Vintage-Anstrich.

7/10

Wedge
KILLING TONGUE
HEAVY PSYCH/CARGO

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