Reviews: Dar Williams

IN THE TIME OF GODS

Ambitioniert, sperrig, kurz.

Für Album neun hat sich Singer-Songwriterin Dar Williams ein besonderes Konzept ausge- dacht: Anhand verschiedener Geschichten der griechischen Mythologie übt die 45-Jährige auf IN THE TIME OF GODS Kritik an sozialen, ökologischen und politischen Missständen der Gegenwart und thematisiert (familiäre) Beziehungen: ›You Will Ride With Me Tonight‹ beruft sich beispielsweise auf Hermes, ›I Will Free Myself‹ auf Dionysos, ›The Light And The Sea‹ auf Poseidon. Musikalisch bilden zarte Akustikgitarren, Klavier- Anschläge, Besenrhythmen und Williams’ ausdrucksstarke Stimme verträumte Warmherzigkeit. Da sich die New Yorkerin vorrangig an traditionellen Folk-Wurzeln und ihren Neunziger-Veröffentlichungen orientiert, verlangt IN THE TIME OF GODS zur Erschließung allerdings mehr Hördurchgänge als die jüngsten Vorgänger: Lediglich das flottere ›Summer Child‹ knüpft halbwegs an das von stärkeren Widerhaken zusammengehalte PROMISED LAND (2008) an. An mehrfachem Betätigen der „Play“-Taste führt ohnehin kein Weg vorbei, denn die zehn Lieder erreichen gerade einmal eine Spielzeit von 33 Minuten.

 

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here