Feature: Roger Taylor – „He wants to drum forever“

???????????????????Roger Taylor, Schlagzeuger und Gründungsmitglied der einst größten Band des Planeten, genoss jahrelang den Blick vom besten Platz in beinahe jeder Arena dieser Welt. Er gab den Takt an, zu dem jeden Abend hunderttausende Hände den Beat von ›We Will Rock You‹ klatschten. Doch war er weit mehr als nur der Trommler von Freddie Mercury und Brian May. Queen-Hits wie ›Radio Ga Ga‹, ›A Kind Of Magic‹ und ›Heaven For Everyone‹ entsprangen seiner Feder. 15 Jahre nach ELECTRIC FIRE veröffentlichte Taylor im November 2013 sein fünftes Soloalbum FUN ON EARTH.

Im Gespräch mit CLASSIC ROCK erzählte er von seinem Projekt, Plänen mit Queen und dem Leben als Trommelkünstler.

Roger, du warst ja sehr beschäftigt in den letzten Jahren, aber dass wir so lange auf dein neues Soloalbum warten mussten, ist schon überraschend.
Ich habe mir wirklich viel Zeit genommen, denn ich wollte nur Songs auf das Album packen, die gut genug waren. Außerdem sollte FUN ON EARTH möglichst facettenreich werden. Da ich die Songs über so lange Zeit hinweg geschrieben habe, entstanden sie in ganz unterschiedlichen Phasen und so wurde die Platte zu einer abwechslungsreichen Achterbahn.

Dein erstes Soloalbum hieß FUN IN SPACE. Willst du uns mit dem neuen Titel sagen, dass es das jetzt war mit deiner Solo- Karriere?
Es fühlt sich auf jeden Fall so an, als würde sich der Kreis jetzt schließen. Aber der Hauptgrund, es so zu nennen, war die Tatsache, dass es sehr viel bodenständiger ist als FUN IN SPACE. Und es ist ein Album, das Spaß macht.

Du denkst also nicht ans Aufhören.
Ich bin Musiker! Ich wäre doch dumm, wenn ich jetzt sagen würde, dass ich aufhören will. Ich liebe, was ich tue. Wie ein Maler oder jeder andere Künstler kann man das nicht einfach sein lassen. Solange mein Herz schlägt, mache ich auch weiter.

Du hattest einige fantastische Gäste wie zum Beispiel Jeff Beck im Studio. Es muss großartig sein, beinahe jeden Künstler für seine Sache gewinnen zu können.
Jeff ist in erster Linie ein guter Freund und mein Lieblingsgitarrist!

Weiß Brian das?
(Lacht) Keine Sorge wir sind alle gute Freunde! Brian ist ein brillanter Gitarrist und Komponist, aber sogar er sagt, dass Jeff der Meister ist, besonders wenn es um Virtuosität geht.

In deinem neuen neuen Song ›I’m The Drummer (In A Rock’n’Roll Band)‹ setzt du dich mit einer ganz besonderen Gattung von Musikern auseinander. Wie viel darin ist autobiografisch?
Rein gar nichts davon ist aus dem wirklichen Leben gegriffen. Das ist mein Comedy-Song! Darin verarbeite ich auf lustige Weise all den Scheiß, mit dem sich Schlagzeuger so herumschlagen müssen. Ich fand es schön, zur Abwechslung mal dem Trommler das Wort zu geben und ihn als großen Dirigenten darzustellen. Es ist ein alberner Song, aber er macht Spaß.

Darin geht es auch um das Klischee des Schlagzeugers, der sich gerne einem etwas ausgelasseneren Lebensstil hingibt. Kannst du dieses Stereotyp bestätigen?
Nun, ich vermute, wir haben den Ruf, die schönen Dinge im Leben ganz besonders zu genießen. Diesen Mythos bekräftige ich natürlich mit diesem Lied schon.

Du glaubst also wirklich, dass Drummer dazu tendieren, etwas härter zu feiern als die anderen?
Ehrlich gesagt, glaube ich das schon. Das ist schon oft zu beobachten. Das Schlagzeug ist so ein körperliches Instrument. Daher neigen Schlagzeuger auch dazu, physischere Menschen als beispielsweise der typische, eher introvertierte Bassist zu sein. Als perfektes, ex-tremstes Beispiel dafür braucht man nur mal an John Entwistle und Keith Moon zu denken! (lacht)

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