RSO: Auf zu neuen Ufern!

RSO-Orinathi-Richie-Sambora-Press-304-Photocredit-Joseph-LlanesEinen der vielleicht spannendsten Neuanfänge legt in diesem Sommer Richie Sambora (Ex-Bon Jovi) mit seiner Lebensgefährtin, der ehemaligen Michael-Jackson- und Alice-Cooper-Gitarristin Orianthi, aufs Parkett. RADIO FREE AMERICA ist ein grenzenloser musikalischer Streifzug zweier begnadeter Songwriter, die ohne Zweifel ihre innere Mitte gefunden haben.

Seit Frühjahr 2018 ist Richie Sambora in den Medien omnipräsent. Zuerst stand die Aufnahme mit seinen früheren Kollegen von Bon Jovi in die prestigeträchtige Rock And Roll Hall Of Fame an, bei der das Kollektiv aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern eindrucksvoll unter Beweis stellte, wie man ein derart denkwürdiges Ereignis ohne künstliches Drama und überflüssige Egospielchen gemeinsam zelebriert.

Im Mai folgte dann RADIO FREE AMERICA – Richies erstes Album seit AFTERMATH THE LOWDOWN (2012) beziehungsweise seiner letzten Bon-Jovi-Kooperation WHAT ABOUT NOW (2013). „Ich bin im Moment überglücklich. Ein Faktor dafür ist, dass die Leute da draußen so positiv auf RADIO FREE AMERICA reagieren. Als Künstler hast du ja immer das Problem, dass du eventuell missverstanden werden könntest und versuchst deswegen, den Menschen eine Perspektive abseits jeglichen Schubladendenkens zu vermitteln. Orianthi und ich arbeiteten an dieser LP ingesamt knappe drei Jahre – inklusive etwa 24 Monate zusammen mit unserem Freund, dem Produzenten Bob Rock (u.a. Bon Jovi, Metallica, Aerosmith, Mötley Crüe, Cher), der die Aufnahmen betreute und an einigen Songs mitkomponierte. Die ganze Geschichte fing in Oris und meiner Küche mit GarageBand an. Wir hielten ein paar Ideen fest, schrieben gemeinsam an den Stücken und irgendwann wussten wir, dass nun der Zeitpunkt gekommen war, um ein Album aufzunehmen“, blickt Richie auf den Kreativprozess zurück.

RADIO FREE AMERICA ist eine LP, die bewusst so verfasst wurde, dass sie in keine Genreschublade passt. Dabei zieht sich jedoch ein roter Faden durch alle Tracks, die einen enormen Spannungsbogen beschreiben. Ein gewagter Schritt, wenn man bedenkt, dass Sambora, der in seiner Karriere über 130.000.000 physische Alben verkaufte, für einen gewissen Sound steht.

„ Musik ist für mich in erster Linie Spaß. Ich gaukele mir da auch nichts vor und wir – Orianthi, Bob oder ich – müssen uns ja auch absolut nichts mehr beweisen. Bevor die Kompositionen von RADIO FREE AMERICA entstanden, hatten wir bereits eine komplette Scheibe fertig geschrieben und experimentierten mit dem Material herum. Schlussendlich entschloss ich mich dazu, alles zu verwerfen, da es uns an diesem Punkt in unserem Leben nicht richtig darstellte. RADIO FREE AMERICA sollte schlichtweg nicht wie ein Debüt, sondern wie unser drittes Album klingen und ich denke, dass wir das auch geschafft haben.“
Mit einem derart ambitionierten – gar außergewöhnlichen – Plan in der Tasche musste selbstverständlich auch ein besonderes Studio her, und das wurde kurzerhand dort errichtet, wo die Reise von RADIO FREE AMERICA startete. „Wir schleppten das gesamte Aufnahme-Equipment aus meinem Studio in unsere Küche, was die Sessions sehr organisch machte. Wenn Orianthi eher aufstand als ich, arbeitete sie an ihren Ideen oder vice versa. Wenn Rock reinschneite, brachte er seine Einfälle auf Festplatte mit. Alles fühlte sich so ungezwungen, frei und wunderbar an, dass am Ende ohne Stress oder Zeitplan eine Platte entstand, die genau diesen Vibe widerspiegelt. Was ich in diesem Zuge noch erwähnen sollte: Es sind insgesamt 15 Songs, die wir dabei verewigten.“

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