Saxon Biff ByfordFür die Band war 1980 ein erfolgreiches, aber auch ein extrem stressiges Jahr: Wir hatten mit WHEELS OF STEEL und STRONG ARM OF THE LAW gleich zwei Platten veröffentlicht, außerdem durften wir beim legendären „Monsters Of Rock“-Festival auftreten – und räumten live total ab. Während dieser zwölf Monate ist eine Menge passiert in Sachen Heavy Metal: Es war wie bei einem Vulkanausbruch – das lange Brodeln im Untergrund, bevor die Lava schließlich die Erdkruste durchbricht und nach oben schießt. So in etwa kamen wir uns alle vor. Eine Menge junger Leute entdeckte die harte Musik für sich, und wir waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort, um davon zu profitieren.

Thematisch habe ich mich mit allen möglichen Dingen beschäftigt – insbesondere mit den typischen Fragen, die sich ein Jugendlicher damals stellte. Damit haben wir wohl einen Nerv getroffen, denn zur damaligen Zeit war es in Mode, historische Geschichten mit einem etwas melancholischen Unterton aufzugreifen und Texte daraus zu basteln. Das wollten wir nicht: In ›Machine Gun‹ zum Beispiel geht es um den Ersten Weltkrieg. ›Sixth Form Girls‹ handelt von den Erlebnissen mit Mädchen während meiner Zeit als Fabrikarbeiter. Viele Leute denken zwar, dass dieser Text eine reine Fantasiegeschichte ist, doch sie basiert auf realen Erlebnissen und prangert die Trennung zwischen Arbeiterklasse und Mittelstand an.