status quoVerschwende nicht meine Zeit: breitbeiniger Boogie-Rock aus der Konzerthalle.

Dass das Line-Up mit Francis Rossi, Alan Lancaster, John Coghlan und Rick Parfitt noch einmal zusammenfinden würde, bezweifelten selbst die optimistischsten Träumer. Wie bei den ebenfalls britischen Kollegen von Supertramp, Pink Floyd und Barclay James Harvest geriet man sich schon vor Dekaden derart in die Haare, dass eine selbst zeitlich begrenzte Wiedervereinigung als definitiv ausgeschlossen galt. Was letztendlich die Streithähne zum Einlenken bewog, bleibt im Dunkeln. Im Zeichen der nostalgischen Reunion lässt sich der auf vier CDs erweiterte reguläre Konzertmitschnitt LIVE ’74-’76 LIMITED EDITION sicherlich noch besser absetzen. Das Vinyl-Doppelalbum LIVE enthielt bei seiner Premiere 1977 genau ein Dutzend Songs, aufgezeichnet vom 27. bis 29. Oktober 1976 im Apollo Theatre in Glasgow, die Neuauflage wurde nun um 22 Aufnahmen erweitert. Neun Songs aus der Sun Plaza Hall in Tokio von 1976 stammen vom nur in Japan erhältlichen Tonträger TOKYO QUO. Bis dato gänzlich unveröffentlicht geblieben sind 13 weitere Aufnahmen aus dem Hordern Pavilion in Sydney von 1974. Zwischen Erwartbarem wie ›In My Chair‹, ›Roll Over Lay Down‹, ›Don’t Waste My Time‹ und ›Caroline‹ finden sich auch jene zwei Fremd-kompositionen im Repertoire, die um 1969/70 den damals etwas unschlüssig zwischen Psy-chedelic Pop und den Bee Gees umhereiernden Status Quo den rechten Boogie-Rock-Weg wiesen: ›Roadhouse Blues‹ von The Doors und ›Junior’s Wailing‹ von Steamhammer.