Sun And The WolfAngenehm arrangierter Psychedelic-Rock von Berliner Neuseeländern.

Viel Glück hatten Sun And The Wolf mit ihrem Debüt WHITE BUFFALO (2012) nicht gerade. Aufgenommen mit Impresario und DJ Frank Popp und auch auf dessen Label veröffentlicht, ging das kurzweilige, sich trotz des Psychrock-Trends nicht anbiedernde Album ziemlich unter. Dabei machen die drei seit Jahren in Berlin lebenden Neuseeländer (und der mehrfach gewechselte Bassist) vieles richtig. Was unter anderem an der talentierten Gesangs/Gitarren-Doppelspitze aus Brodie White und Peter Mangan liegt. White gibt gar Gitarrenunterricht in Berlin, und beide sammelten schon in Neuseeland Erfahrungen mit ihrer Garagenrock-Band The Have. An SALUTATIONS haben sie lange geschrieben und es in den letzten zwei Jahren selbst aufgenommen. Dabei ist ein psychedelisches Vielerlei entstanden, das sich hinter zeitgenössischen Vorbildern und Vorreitern wie Sleepy Sun und Darker My Love nicht zu verstecken braucht. Das pulsierende ›87 Years‹ ist nah an der Stone-Roses-via-Kasabian-Schule. ›Why Are We Not Fading‹ ist ein mehrdimensionaler Fuzzrocker. Einige Songs tauchen ab in 60s-Psych-Pop-Wölkchen, während die grandiose erste Single ›Waves In Front Of Me‹ mit ihrer zusätzlichen Percussion an die Voodoo-Priester Goat erinnert. Etwas mehr Glück wäre genau jetzt angebracht.