69 eyesAlles beim Alten – mit kleinen Abweichungen.

Bald ist das Dutzend voll. Denn mit UNIVERSAL MONSTERS schicken The 69 Eyes ihr elftes Album ins Rennen. Produzent Johnny Lee Michaels, der bereits bei Band-Klassikern wie BLESSED BE (2000) und PARIS KILLS (2002) hinter den Reglern saß, nahm auch diesmal wieder Platz, um den Goth’n’Roll der Finnen zu veredeln. Dabei spielte der gute Mann Keyboards, half beim Arrangieren und kümmerte sich um die Backing Vocals. An die Platten um die Jahrtausendwende kommt UNIVERSAL MONSTERS allerdings nicht heran, auch wenn die Musiker sie im Begleitschreiben als logische Weiterführung von PARIS KILLS bezeichnen. Die Helsinki Vampires geben sich Mühe, abwechslungsreich zu klingen und ihre alte Gothic-Rock-Formel mit neuem Leben und Ideen zu füllen. So kombinieren sie etwa im starken Sechsminüter ›Blackbird Pie‹ keltisch anmutende Melodien mit Streichersätzen. Leider bleiben viele andere Songs im Mittelmaß stecken, darunter auch die Single ›Jet Fighter Plane‹, der schlicht die Eier fehlen. Kein schlechtes Album, aber beim nächsten Mal dürfen die Blutsauger um Frontreißzahn Jyrki 69 gern etwas stärker zubeißen.

The 69 Eyes
UNIVERSAL MONSTERS
NUCLEAR BLAST/WARNER
6/10