dead daisies, thePour Some Daisies On Me.

Einen Haufen Lärm haben The Dead Daisies seit ihrem ersten Tag immer gemacht: ob nun auf ihrem selbstbetitelten Debüt oder auf ihrem letzten Album REVOLUCIÓN. Mit ihrer Studioplatte Nummer drei und erneut leicht alterniertem Line-Up ändert sich diesbezüglich rein gar nichts, und das macht diese „Liga von außergewöhnlichen Rockstar-Gentlemen“ gleich mit dem Titel MAKE SOME NOISE klar. The Dead Daisies, jetzt also John Corabi (Mötley Crüe, Raat), Doug Aldrich (Whitesnake, Dio), Marco Mendoza (Whitesnake, Thin Lizzy), David Lowy (Red Phoenix, Mink) und Brian Tichy (Ozzy Osbourne, Foreigner, Billy Idol), die selbstproklamierten Wahrer des „guten alten Rock“, klingen erneut wie die zu erwartende Summe ihrer Einzelteile: wie die ganz Großen der Rock-Historie eben. Das bringt zwar ein gewisses Maß an kompositorischer Vorherseh- bzw. -hörbarkeit und einen nicht durchweg zeitgemäßen, aufgeblasenen Sound mit sich, regt aber die Synapsen zu freudiger Nostalgie an. Klar haben The Dead Daisies auch unverwechselbare Passagen zu bieten, die grundlegend durch Corabis Organ geprägt werden, allzu oft aber blitzen beim Konsum dieser 12 Tracks Fragen in den Hirnwindungen auf: Sind das nicht Motörhead zu ihren eingängigeren BASTARDS-Zeiten, ist das eine Mixtur aus Deep Purple und Van Halen, Def Leppards ›Pour Some Sugar On Me‹, ein Aerosmith-Riff oder Slash’s Snakepit mit NWOBHM-Drall oder doch irgendetwas von Kiss? Zumindest bei den wunderbaren Covers ›Join Together‹ (The Who) und ›Fortunate Son‹ (CCR) weiß man sicher, woher es kommt.

7/10

The Dead Daisies
MAKE SOME NOISE
Spitfire Music/SPV