Tricky LobstersKrankenhaus. Reif.

Ohne größeres Interesse seitens der Öffentlichkeit geweckt zu haben, werkeln die Rostocker seit bald 20 Jahren an ihrer Version des guten alten Rock’n’Roll, und zwar mit erfrischender Ehrlichkeit. Wie oft liest man schon eine Selbstbeschreibung einer Band, die verkündet, man klaue „nicht mehr als nötig“ von seinen Vorbildern? Als chronisch gelangweilter Musikkonsument, der schon alles gehört zu haben glaubt, wird man so auch diesem Trio vorwerfen können, es erfülle diese Offenherzigkeit etwas zu konsequent, denn die Grundzutaten sind natürlich hinlänglich bekannt. Die Tricky Lobsters machen daraus aber einen wohlschmeckenden Trank, der erdigen Blues- mit wuchtigem Stoner-Rock und spürbarem Enthusiasmus verbindet und so bestens zu unterhalten weiß. Sicher, die eine oder andere Band kann das mit ein bisschen mehr Schliff, aber darum geht’s hier nicht. Sympathisch, straight, schweißgebadet.