vdelli higherZugkräftiger Bluesrock mit einem Mikromann, der stimmlich zwischen Tom Jones und Lemmy rangiert.

In Down Under zählt die Kapelle zu den Helden der heimischen Bluesrock-Szene. Vdelli teilten die Bühne u.a. mit ZZ Top, B.B. King und Buddy Guy. Zusammen mit ihrem Landsmann Dave Hole bluesten sie 1999 dessen Album UNDER THE SPELL ein, das prompt einen ARIA Music Award erhielt. Im letzten Jahr erschien ihre brandheiße Live-Scheibe LIVE & ON FIRE, die Freunde von derben Klängen zum Zähnefletschen brachte. Mit dem aktuellen HIGHER zeigt der Dreier erneut, welche Möglichkeiten im Trio-Format stecken. Nach einem spacigen Intro erschallt mit ›Catatonic‹ ein aufwühlender Bluesrocker, der automatisch ein zackiges Fußwippen auslöst. ›Feline‹ fällt eine Spur melodischer aus, basiert dennoch wiederum auf einem mächtigen Groove aus den Händen von Bassmann Leigh Miller und Schlagzeuger Ric Whittle. Etliche Titel verfügen über wahre Ohrbohrer-Melodien, die sich allerbestens mit den funky Grooves vertragen. Für den Titelsong ›Higher‹ gibt Frontmann Michael Vdelli den düsteren Erzähler, stimmlich irgendwo zwischen Tom Jones und Lemmy Kilmister angesiedelt. Immer wieder bemüht sich der Namensgeber, sowohl als Vokalist wie auch als Gitarrist, neue Töne anzuschlagen. So enthält ihr elftes Studiowerk neben bewährten Klängen eben auch ein paar neue Töne nach der Parole „same same but different“.