Drew_Reynolds_ChurchVon wegen One-Hit-Wonder: Auch wenn die Australier nur einmal die Charts eroberten, sind sie bis heute ziemlich fleißig.

Gegründet 1980 in Australiens Hauptstadt Canberra, war die Karriere der Band nach – vor allem in der Heimat – anfänglichen Achtungserfolgen nicht wirklich in die Gänge gekommen. Wo man heute nach einem zweiten Album unterhalb der Platinmarke sofort aufs Abstellgleis geschoben würde, boten die 80er noch mehr Zeit und Raum zur Entwicklung. Die Geduld sollte sich auszahlen, als 1988 mit dem beschwingten ›Under The Milky Way‹ doch noch der Durchbruch gelang. Hohe Chartpositionen zu Hause wie in den USA sorgten für stolze Verkaufszahlen des Albums STARFISH, der psychedelisch angehauchte Neo-Prog- Alternative hatte Fuß gefasst.

Ähnliche Erfolge sollten sich später zwar nicht mehr einstellen, doch ganz in der Versenkung verschwanden The Church seither nie mehr. Einen ordentlichen Popularitätsschub erlebten sie des Weiteren, als besagtes Lied 2001 durch den gefeierten Kultfilm „Donnie Darko“ noch mal einer breiteren Öffentlichkeit und neuen Generation bekannt wurde, wodurch auch dem Spätwerk größere Aufmerksamkei zuteil wurde. Das enthielt mit FORGET YOURSELF (2003), BACK WITH TWO BEASTS (2005) und UNTITLED #23 (2009) mindestens drei äußerst hörenswerte Alben, die eine überschaubare, aber sehr treue Fanbase erfreuten. 2010 wurden The Church schließlich in die Hall Of Fame der australischen Musikindustrie aufgenommen. Seither waren sie immer wieder live zu sehen, während Frontmann Steve Kilbey diverse Solo- und Kollaborationsalben mit Martin Kennedy und anderen veröffentlichte und sich auch als Maler erfolgreich etabliert hat. Gitarrist Marty Willson-Piper war ebenfalls solo und mit Nocturnum aktiv.

Ende 2014 ist nun in Australien mit FURTHER/DEEPER ein neues Studiowerk der Band erschienen. Anfang Juni kommt die Platte dann auch bei uns raus.